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Peer-To-Peer-Technik bei Skype

Skype unterscheidet sich von anderen Voice-over-IP-Programmen vor allem durch die genutzte Peer-To-Peer-Technik, denn dadurch ergeben sich für Skype einige Vorteile gegenüber anderen Programmen. Peer-To-Peer stammt aus dem englischen und bedeutet etwa so viel wie „von gleich zu gleich“. Peer bedeutet wörtlich übersetzt „Gleichgestellter“. Gemeint ist mit Peer-To-Peer im Zusammenhang mit Skype und Voice over IP, das übrigens mit P2P abgekürzt wird, die Kommunikation unter Gleichgestellten. In einem Peer-To-Peer-Netz können Ressourcen und Daten zwischen zwei vernetzten Rechnern direkt ausgetauscht werden, wobei alle Computer gleichberechtigt sein müssen wie es der Name ja sagt. Das bedeutet, dass diese Rechner sowohl Dienste in Anspruch, als auch zur Verfügung stellen können. Bekannt und beliebt wurde das Peer-To-Peer-System vor allem durch Napstar, die amerikanische Website, auf der MP3-Dateien herunter geladen werden konnten. Diese MP3s wurden ja nicht von Napstar zur Verfügung gestellt, sondern sie kamen von den angeschlossenen Computern.

Peer-To-Peer war damit in seinen Anfängen erst recht umstritten, denn gerade im Zusammenhang mit Napstar und der Peer-To-Peer-Technik wurde ja die Rechtmäßigkeit solcher Downloads diskutiert und die Debatte über geistiges Eigentum losgetreten. Mittlerweile gilt aber Peer-To-Peer als eine der besten Internettechnologien, die viele Vorteile hat. Der größte Vorteil von Peer-To-Peer liegt darin, dass in einem solchen Netz Rechner, die normalerweise als Clients in einem Client-Server-Modell funktionieren, also eigentlich untergeordnete Computer sind, gleichzeitig auch als Server dienen. Dadurch wird nämlich der direkte Austausch von Programmen, Daten und anderen Dingen wie zum Beispiel Festplattenplatz ermöglicht. Der Vorteil besteht nun darin, dass die Server in einem Peer-To-Peer-System weit nicht so belastet sind wie bei anderen Systemen. Dienste wie eben zum Beispiel auch Voice-over-IP können sehr viel besser und einfacher zur Verfügung gestellt werden. Vor allem können solche Dienste auch günstiger zur Verfügung gestellt werden, denn die Aufgaben eines Netzes werden bei Peer-To-Peer ja auf mehrere Rechner verteilt, was eben auch die Anschaffung von zusätzlicher Hardware überflüssig macht. Eine Grundvoraussetzung von Peer-To-Peer-Netzen ist außerdem eine einfache Installation, beziehungsweise eine einfache Handhabung und Nutzung des Netzes. Die Einrichtung und Unterhaltung von Peer-To-Peer-Netzen ist daher auch für Nicht-Fachmänner keine große Herausforderung, was weiter für den Einsatz bei Voice-over-IP und ähnlichen Anwendungen spricht.

Skype ermöglicht durch die Peer-To-Peer-Technologie aber vor allem eben Anrufe von Rechner zu Rechner und das unabhängig von Proxys, Firewalls in Routern oder anderen den Rechnern normalerweise zwischengeschalteten Dingen. Das Gegenteil eines Peer-To-Peer-Netzes ist im Übrigen ein Client-Server-Prinzip, wobei hier der Server einen bestimmten Dienst anbietet, der vom Client genutzt werden kann. Damit sind Client und Server in solch einem System natürlich nicht gleichberechtigt.

Bei Peer-To-Peer-Netzen kann man im engeren Sinne eigentlich gar nicht mehr von Clients und Servern sprechen, alle Computer in einem Peer-To-Peer-Netz sind ja gleichgestellt und erfüllen Server- und Client-Aufgaben. Aber ein Peer-To-Peer-Netz hat natürlich auch Nachteile, an denen unter anderem auch die Skype-Betreiber arbeiten. Das größte Problem stellt wohl die Sicherheit dar, denn der Zugriff auf einzelne Daten und im Fall von Skype auf Daten des Telefonierens lässt sich nur schwer regeln beziehungsweise überblicken. Dies ist ja gerade auch einer der Vorteile von Peer-To-Peer, der sich aber eben negativ auf die Sicherheit auswirken kann.

Trotz dieser Nachteile ist die Peer-To-Peer-Technik im Moment die beste Lösung, gerade im Bereich Voice-over-IP. Und dies hat Skype erkannt. Aus diesem Grund ist Skype auch im Moment wohl noch Marktführer im Bereich der Internettelephonie.

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